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Archiv 2015

 
24.11.2014

Hoffnung hat viele Gesichter

Peter, Hoffnungsträger, von uns begleitet seit 2013

WIEN. „24 Mal Menschen Zukunft ermöglichen – das ist das Ziel unserer Kampagne, die wir heute starten. Damit wollen wir gegen die Hoffnungslosigkeit auftreten und etwas tun!,“ so Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, anlässlich der präsentierten Sujets und Inhalte der ‚Hoffnungsträger werden‘ Kampagne.Mit 24 Vorschlägen, die "24 Mal Menschen Zukunft ermöglichen", fordert sie die Regierung auf zu handeln. „Politik wird heute nicht gemacht, sondern erlitten. Das anhaltende Spardiktat treibt die Menschen in die Hoffnungslosigkeit, obwohl Investitionen dringend nötig wären. Wir fordern die Regierung auf zu handeln – und erinnern an das Regierungsübereinkommen vom vorigen Jahr.“

So wird im Regierungsprogramm beispielsweise im Kapitel „Wachstum und Beschäftigung“ besonders auf Jugendprojekte und die großen Lücken sozialer Dienste im ländlichen Raum verwiesen. Im Kapitel "Österreich fit für die Zukunft machen" sind Gesundheitsförderung für Kinder, die Stärkung von frühen Hilfen und der Ausbau außerschulischer Jugendarbeit angeführt. In zahlreichen Abschnitten werden Investitionen in soziale Dienstleistungen angesprochen: Pflege, Kinder, Bildung können gerade jetzt als Motor von Beschäftigung & Konjunktur genützt werden.

Investitionen ins Soziale : Jobs, regionale Entwicklung

Österreich braucht gute Konzepte, um wirtschaftlich schlechte Zeiten zu überbrücken. „Investieren wir in Menschen, und stärken so unsere Gemeinschaft. Denn durch den Ausbau von Jugendprojekten oder mobilen Diensten für ältere Menschen profitieren alle: die Familien und vor allem die Frauen, weil sie von Betreuungstätigkeiten freigespielt werden; Menschen im Alter, weil sie professionelle Betreuung bekommen; junge Menschen, weil sie Unterstützung und Perspektiven bekommen; und die Dorfgemeinschaft weil Arbeitsplätze geschaffen und regionale Wertschöpfung erwirkt wird.“ So fordert Chalupka von der Regierung Maßnahmen, die sozial wirken und die Konjunktur beleben.

Kinderarmut, Barrieren und Hoffnungslosigkeit bekämpfen 

Projekte wie die Diakonie-Schulassistenz oder die Diakonie-Notschlafstelle Waki zeigen erfolgreich, wie junge Leute aufgefangen und unterstützt werden können. Da geht es um niederschwellige Angebote, um Case Management. Wichtig erweist sich hier auch die Arbeit im öffentlichen Raum, in Parks, rund um Schulen. Kindern Zukunft ermöglichen, heißt: Flächendeckender Ausbau von schulunterstützender Sozialarbeit, Ausbau an den Schnittstellen zwischen Schule und offener Jugendarbeit, Jugendhilfe bis 21 Jahren, mehr Ressourcenzuteilung für benachteiligte Schulstandorte, Ausweitung der frühen Hilfen und Frühförderung auf ganz Österreich.

Hoffnungsträger werden

Dass jede und jeder Hoffnungsträger werden kann, bzw. dass es viele auch schon sind, zeigen zwei Beispiele: Fr. Jannach besucht und begleitet Menschen mit Demenz seit mehreren Jahren. Durch ihre Tätigkeit kann sie Hoffnung vermitteln. Sie selbst drückt das so aus: „Ich begleite Menschen und bleibe an ihrer Seite, solange ich gebraucht werde.“
Sophia, 13 Jahre alt, kommt aus dem Iran und lebt heute in St. Pölten. Sie geht zur Schule, hat in kurzer Zeit Deutsch gelernt, ist „Flyer“ bei den Cheerleaders und möchte später Apothekerin werden, um kranken Menschen zu helfen. Denn zur Hoffnung meint sie: „Hoffnungslos war ich noch nie, das erlaubt meine Mama nicht.“

Mit diesen Beispielen möchte die Diakonie zeigen, dass in jedem von uns ein Hoffnungsträger steckt. „Wir können etwas tun gegen Schwarzsehen und Hoffnungslosigkeit – es ist mehr möglich,“ so Chalupka abschließend.

http://hoffnungstraeger.diakonie.at/


Peter, Hoffnungsträger, von uns begleitet seit 2013